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Essay · Fragen · Journeys

Beiträge, Fragen, Wissen und Denkpfade

Suchergebnisse für „Bewusstsein“

3 Ergebnisse

ArtikelKI braucht keine besseren Manieren. Sie braucht eine Verfassung.

Warum wir 19 Grundprinzipien brauchen: Große Firmen haben nicht deshalb ein Problem mit so einer KI-Verfassung, weil sie unvernünftig wäre. Sie haben ein Problem mit ihr, weil sie dort Grenzen setzt, wo heute ihre Macht entsteht. Es gibt gerade diese merkwürdige Mischung aus Euphorie und Kritik. Alle reden über KI. Jeder, der einen Prompt fehlerfrei schreiben kann, baut damit irgendetwas. Also etwas, das High Performer in Über-Performer, in KI-Götter verwandelt. Alle sind entweder begeistert, alarmiert oder erschreckt – und das oft sogar im täglichen Wechsel. Und ich höre eigentlich immer nur die gleichen Fragen. Ein großer Teil des öffentlichen KI-Diskurses dreht sich um Fragen, die nicht wirklich falsch sind, aber oft zu klein, zu spät oder zu schief gestellt werden. Sie binden Aufmerksamkeit, erzeugen Lager und machen Schlagzeilen. Doch sie gehen teilweise am eigentlichen Problem vorbei. Neuere Beiträge kritisieren genau das: Debatten behandeln KI entweder als rein technisches Werkzeug oder als fernes Zukunftsmonster, statt die schon heute wirksamen sozio-technischen Macht- und Entscheidungsstrukturen ernst zu nehmen. [1] Ein Versuch der Einordnung: Fragen, die wichtig, aber zu eng gestellt sind. Fragen, die vom Kern ablenken. Und Fragen, die eigentlich gestellt werden müssten. Ich weiß natürlich genau, welche das sind.

ArtikelWarum wir einen Bullshitdetektor für KI brauchen

Generative künstliche Intelligenz kann sprachlich klare, strukturierte und überzeugende Antworten erzeugen, deren Aussagen dennoch falsch, unvollständig, unbelegt oder für den jeweiligen Kontext ungeeignet sind. Das zentrale Problem ist nicht allein die bekannte Möglichkeit sogenannter Halluzinationen. Es liegt in der wachsenden Differenz zwischen sprachlicher Plausibilität und epistemischer Verlässlichkeit. Der Beitrag verwendet den zugespitzten Begriff des Bullshitdetektors nicht als psychologische Diagnose der Maschine und nicht als vermeintlich zuverlässiges menschliches Warnorgan. Gemeint ist ein eigenes, körperliches, risikobasiertes Prüfverfahren, das Aussagen, Darstellung, Nutzung und institutionelle Verantwortung getrennt untersucht. Ziel ist weder pauschales Misstrauen noch blinde Akzeptanz, sondern kalibriertes Vertrauen. Man könnte auch sagen, nutze den gesunden Menschenverstand. Der Artikel zeigt zugleich, warum individuelle Kritikfähigkeit nicht genügt. Je weniger Nutzer fachlich prüfen können und je größer der mögliche Schaden ist, desto weniger darf die Sicherheit eines KI-Systems von ihrem persönlichen Urteilsvermögen abhängen. Anbieter, Organisationen und öffentliche Institutionen tragen eine vorgelagerte Verantwortung. Der Bullshitdetektor ist deshalb nicht nur eine individuelle Kompetenz. Er ist eine gesellschaftliche und institutionelle Infrastruktur für den Umgang mit künstlicher Intelligenz. Aber er ist natürlich auch keine Entschuldigung den eigenen siebten Sinn nicht weiter zu entwickeln.

EssayWert darf nicht bei FlameP enden

Künstliche Intelligenz verspricht einen gewaltigen Produktivitätsschub. Die interessantere Frage beginnt einen Schritt später: Wem gehört eigentlich der Wert, der dabei entsteht? Für FlameP ist diese Frage kein Sozialprogramm am Rand des Unternehmens. Sie ist Teil des Geschäftsmodells. Wenn man heute ein Technologieunternehmen gründet, gibt es eine ziemlich klare Vorstellung davon, was Erfolg bedeutet. Nutzer gewinnen. Umsatz steigern. Kosten senken. Möglichst schnell wachsen. Ein Produkt entwickeln, das schwer zu ersetzen ist. Im Idealfall entsteht irgendwann ein Unternehmen, dessen Wert ein Vielfaches dessen beträgt, was ursprünglich hineingesteckt wurde. Wir haben damit kein grundsätzliches Problem. FlameP soll und muss Geld verdienen. Und zwar nicht ein bisschen, damit wir uns auf die Schulter klopfen können, weil wir irgendwie kostendeckend arbeiten. Wir möchten, dass daraus ein wirtschaftlich starkes Unternehmen wird. Eines, das Menschen vernünftig bezahlen kann, gute Technologie baut, Sicherheit nicht als Luxus behandelt, Rücklagen bildet und auch dann noch handlungsfähig bleibt, wenn ein Provider seine Preise erhöht oder eine Entwicklung teurer wird als gedacht. Alles andere wäre für uns keine verantwortliche Unternehmensführung. Und trotzdem ist das ja eigentlich wie immer und das immer und diese Rechnung stört uns, denn, sie endet immer beim Unternehmen. Man misst, was hineinfließt und was herauskommt. Kapital, Kosten, Umsatz, Marge, Unternehmenswert. Manchmal kommt noch die Frage hinzu, wie viele Arbeitsplätze geschaffen wurden oder wie viel CO₂ eingespart wurde. Am Ende bleibt die Logik aber erstaunlich stabil: Ein erfolgreiches Unternehmen ist eines, das möglichst viel Wert an sich bindet. Gerade, aber nicht nur, bei künstlicher Intelligenz halte ich diese Vorstellung für zu klein. Denn KI verändert nicht nur Produkte. Sie verändert, wie Wert überhaupt entsteht.