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Weil ja immer alle so auf Milei schimpfen.
Ich gebe es zu: Meine ersten Impulse waren: Der Typ weiß nicht, was er tut. Geht gar nicht. Kapitalist ohne soziales Gewissen und so weiter. Dann hat Kemmerich, der Kurzzeit-Ministerpräsident, einen Post gemacht, der reiner Populismus war. Ich dachte: Hau mal schnell einen raus. Doch dann wollte ich es genau machen und habe ein wenig geforscht. Und wie im richtigen Leben gibt es hier Schatten und Licht. Das hier ist ausdrücklich keine Unterstützung für „mehr Milei wagen“. Denn wir unterscheiden uns von Argentinien in vieler Hinsicht mehr als ein Grottenolm von einer Rakete. Auch im Fußball, aber das ist ein anderes Thema. Ich für meinen Teil habe immer gesagt: Abgerechnet wird nach frühestens fünf Jahren. Und ich muss sagen: Stimmt. Ich bin gespannt. Wir kennen das ja aus dem Fußball: erste Halbzeit super gespielt und dann doch noch verloren. Meine Sichtweise auf Milei und Argentinien: Milei hat Argentinien makroökonomisch deutlich stabilisiert. Das ist eher keine Propaganda, sondern durch Inflation, Haushalt und Wachstum belegbar. Er hat aber bislang weder ein breites Beschäftigungswunder noch eine stabile Investitionsökonomie geschaffen. Die sozialen Kosten der ersten Anpassungsphase waren enorm, die außenwirtschaftliche Stabilität bleibt fragil und sein Regierungsstil beschädigt teilweise Institutionen, die für nachhaltiges Wachstum entscheidend sind. Mein natürlich ganz subjektives Urteil darüber, was Milei nach rund zweieinhalb Jahren erreicht hat: Inflationsbekämpfung: klar Pro Staatsfinanzen: klar Pro, aber teilweise schlechte Qualität der Kürzungen Wachstum: verhalten Pro Armutsentwicklung: inzwischen Pro, mit brutalem zwischenzeitlichem Einbruch Arbeitsmarkt: eher Con Lohnentwicklung: gemischt Außenwirtschaft und Reserven: Con beziehungsweise fragil Strukturreformen: gemischt bis Pro Institutionen und Regierungsstil: Con
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